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10.02.2009, 20:44 Uhr | tk
Cajus Caesar: Küstentanne statt Fichte als Nadelholz
Bundestagsabgeordnete besuchen die Forstgenossenschaft Hettensen
Northeim/Hettensen; Die CDU – Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar (Kalletal) und Dr. Hans Georg Faust besuchten am vergangenen Donnerstagmorgen die Forstgenossenschaft Hettensen. Dort wurden Sie vom Hettensener Ortsbürgermeister Rainer Glahe sowie dem 1. Vorsitzenden der Forstgenossenschaft Dieter Unfried begrüßt. In Begleitung der Revierförsterin Antje Feldhusen und dem Naturschutzbeauftragten des Landkreises Northeim Helmut Rang sowie etlichen Anteilseignern folgte eine rund einstündige Wanderung durch den 11 Hektar umfassenden Wald.
Cajus Caesar, Dipl.-Forstingenieur und Dr. Hans Georg Faust konnten sich dabei einen genauen Überblick über die Historie und Struktur der Genossenschaft sowie über den Baumbestand machen. Während des von Revierförsterin Feldhusen fachlich begleiteten Rundgangs plädierte MdB Caesar für die Küstentanne. Für den Bundestagsabgeordneten liegt das Potenzial dieser aus Nordamerika kommenden Tanne inzwischen auf der Hand - und dies umso mehr, als Abies grandis mit weiteren günstigen Eigenschaften aufwartet. Anbauversuche belegen, dass sich die anspruchslose, anpassungsfähige und anfangs schattenverträgliche Küstentanne gut mit heimischen Baumarten wie der Buche mischen lässt und den Ökosystemen zuträglich ist: Ihre Nadelstreu ist gut zersetzbar, sie verjüngt sich natürlich ohne andere zu verdrängen, nutzt die Standorte effektiv, ohne sie zu übernutzen, und erweist sich als wenig anfällig gegen Krankheiten, Borkenkäfer, Sturm und Trocknis. Dies ist vor dem Hintergrund des Klimawandels von besonderer Bedeutung. Der Bund fördert die Forschung über Anbau und Verwendung der Küstentanne mit 30 Mio. Euro.
Für die Forstwirtschaft wiederum ist ihre hohe Wuchskraft besonders interessant. Schon nach etwa 40 Jahren erreichen Küstentannen einen Stammdurchmesser von rund 50 Zentimeter - Fichten brauchen 30 bis 40 Jahre länger. Ein solches Leistungspotenzial bietet zum einen Möglichkeiten der energetischen Verwertung. Vor allem jedoch eignet sich Küstentanne als ausgezeichneter Werkstoff für Bau- und Konstruktionsholz.
 
Auch Dr. Hans Georg Faust konnte einige Wünsche und Sorgen mit nach Hannover und Berlin nehmen. So wurde um unbürokratischere Wege bei der Schaffung von Naturbiotopen gebeten sowie um mehr Flexibilität bei Antragsstellungen für Gelder aus EU, Land und Bund. Er versprach dies mit den zuständigen Fachleuten zu besprechen.
Auch die Änderung des Waldgesetzes, von Niedersachsen im Bundesrat beantragt, war Thema. Hier konnten Caesar und Dr. Faust positive Resonanz mitnehmen. Die geforderte Änderung um den Handel mit dem Holz zu erleichtern wurde allseits begrüßt.
 
Den Besuch beschloss ein gemeinsames Vesper auf dem Hof der Familie August Kreitz wo es im urigen Gewölbekeller bei zünftige Suppe und belegten Brötchen zu weiteren  fachlichen Gesprächen kam.
 

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