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21.01.2010, 22:04 Uhr | tk
Joachim Stünkel (CDU): Niedersachsens Schulen werden zukunftsfähig gemacht
Mit neuen Erlassen werden Hauptschule, Realschule und Haupt- und Realschule pädagogisch weiterentwickelt.
Northeim. „Mit 4 neuen Erlassen werden Niedersachsens Hauptschulen, Realschulen und Haupt- und Realschulen zukunftsfähig gemacht und pädagogisch weiterentwickelt“, so der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Joachim Stünkel und weiter: „Das wird auch die Schullandschaft des Landkreises nach vorne bringen.“
 
-          Mit den neuen Erlassen wird bzw. werden:
unser gegliedertes und differenziertes Schulsystem nachhaltig weiterentwickelt.
-          Auf die Auswirkungen des demographischen Wandels mit zum Teil stark zurückgehenden Schülerzahlen angemessen reagiert.
-          Die schulische Qualität gesichert und zukunftsorientiert weiterentwickelt.
-          Auf das veränderte Schulwahlverhalten der Eltern reagiert.
die Standorte kleiner Schulen gesichert und langfristig gefestigt.
-          Den Schulträgern eine große Verantwortung und zusätzliche Entscheidungsspielräume zur Gestaltung eines regional tragfähigen schulischen Maßanzugs gegeben.
Joachim Stünkel
Die Hauptschule wird als eigenständige Schulform weitergeführt. Sie soll mindestens durchgängig einzügig geführt werden.
 
 
 
 
 
Die berufliche Orientierung, der besondere inhaltliche Schwerpunkt der Hauptschule, wird noch einmal gestärkt. Waren bislang mindestens 60 Tage in der Klasse 8 und 9, für die berufliche Orientierung vorgesehen, werden es jetzt 80 Tage sein.
 
Die Ausgestaltung der beruflichen Orientierung, wird von den Schülerinnen und Schülern dokumentiert, beispielsweise in einem Berufswahlpass. Hierdurch erhalten potentielle Ausbildungsbetriebe zusätzliche Informationen, die sie für den Abschluss von Ausbildungsverträgen benötigen. Die Lehrkräfte der Hauptschulen erstellen für jeden Schüler eine individuelle Berufswegeplanung.
 
In der 8. Klasse stellt die Hauptschule für alle Schüler die jeweilige Kompetenz fest – daraus ergibt sich die Schwerpunktbildung bei der individuellen Förderung.
 
Zusätzlich können die Schülerinnen und Schüler Zertifikate erhalten, in denen ihre besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten dokumentiert werden, die sie durch Teilnahme an berufsorientierenden und berufsbildenden Maßnahmen erworben haben.
 
Jede Hauptschule kann ohne Antrag das „Neustädter Modell“ oder andere Modelle einführen. Dafür ist nur die Abstimmung mit dem Schulträger erforderlich.
 
Für die Einführung des „Neustädter Modells“, das nach zwei Jahren die Kenntnisse des ersten Ausbildungsjahres in dem angebotenen Beruf vermittelt, erhalten die Schulen pro teilnehmende Klasse zusätzlich 5 Unterrichtsstunden. Außerdem werden Unterrichtsstunden für die Teilung der Klassen im Fachpraxisunterricht zur Verfügung gestellt.
 
 
Die Realschule, die mindestens zweizügig geführt werden soll, vermittelt eine erweiterte Allgemeinbildung, so dass ein Übergang in die Berufsausbildung, in die beruflichen Bildungsgänge sowie in die gymnasiale Ausbildung weiterhin auf hohem Niveau möglich ist.
 
Dazu werden in den Klassen 9 und 10 die zusätzlichen Schwerpunkte Fremdsprachen, Wirtschaft, Technik, Gesundheit und Soziales aufgenommen.
 
Die Vorbereitung auf diese neuen Schwerpunkte erfolgt bereits in der 8. Klasse.
 
Die Zeit zur beruflichen Orientierung für Realschülerinnen und Realschüler wird auf 30 Tage aufgestockt. Derzeit findet die berufliche Orientierung nur an mindestens 15 Tagen statt.
 
Auch die Realschulen können an ihren Schulen das „Neustädter Modell“ oder andere Modelle einführen. Hierfür bedarf es aber der Zustimmung der Landesschulbehörde.
 
 
Die zusammengefassten Haupt- und Realschulen erhalten die Möglichkeit der erweiterten Zusammenarbeit von Hauptschülern und Realschülern.
 
Haupt- und Realschüler können nach Entscheidung der Schule in allen Fächern gemeinsam unterrichtet werden, ausgenommen sind die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. In diesen drei Fächern wird schulformbezogen unterrichtet. Der gemeinsame Unterricht in allen anderen Fächern wird bis einschließlich der Klasse 8 durchgeführt.
 
In den Klassen 9 und 10 sollen die Schülerinnen und Schüler wieder profiliert nach Haupt- und Realschulzweigen unterrichtet werden. So können die Schüler optimal auf ihre Berufsausbildung und/oder auf eine weiterführende Schulausbildung vorbereitet werden.
 
In den kleineren Haupt- und Realschulen kann zur Vermeidung von jahrgangsübergreifendem Unterricht (Kombiklassen) nach Entscheidung der Schule auf Antrag und durch Genehmigung der Landesschulbehörde in allen Fächern – also auch in Deutsch, Mathematik und Englisch - ein gemeinsamer Unterricht von Hauptschülern und Realschülern für die gesamte Schulzeit der Klassen 5 bis 10 stattfinden. Dabei fördern die Schulen ihre Schüler durch andere Differenzierungsmaßnahmen.
 
Dieses neue Angebot der erweiterten Zusammenarbeit in den zusammengefassten Haupt- und Realschulen bietet neue pädagogische Chancen und erhält Schulstandorte.
 
Stünkel: „In allen drei Erlassen ist auch die umfangreiche und verbesserte Zusammenarbeit mit den berufsbildenden Schulen vorgesehen. Mit dieser Zusammenarbeit wird die Durchlässigkeit erhöht. So erleichtern wir den jungen Menschen den Weg in eine qualifizierte Berufsausbildung oder eröffnen ihnen über das Fachgymnasium den Weg zur Hochschulreife nach 13 Jahren.“
 
An diesem neuen Modell besteht in vielen Regionen unseres Landes großes Interesse, auch die kommunalen Spitzenverbände unterstützen die erweitere Zusammenarbeit, erklärte Joachim Stünkel abschließend.
 

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