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14.02.2008, 22:10 Uhr | tk
Zylajew: „Die Pflegereform bringt mehr Unterstützung“
Ein Dutzend interessierte Anrufer bei JU-Hotline

Northeim/Berlin - Die JU-Hotline am gestrigen Donnerstag stand im Zeichen der Reform der Pflegeversicherung. Diese soll Anfang März im Bundestag verabschiedet werden und im Juli in Kraft treten. Eine Stunde lang stellte sich der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Willi Zylajew, den Fragen der Anruferinnen und Anrufer.
Ihnen konnte Zylajew viel Gutes berichten: Die ambulanten Sachleistungsbeiträge und das Pflegegeld werden angehoben, so dass insbesondere die häusliche Pflege erleichtert wird. Demenzkranke erhalten zukünftig einen zusätzlichen Leistungszuschlag in Höhe von bis zu 2.400 Euro im Jahr. Die Nachfrage, ob das denn für alle Dementen gelte, musste Zylajew verneinen. Diese Leistungen werden nach dem aktuellen Gesetzentwurf nur den häuslich, nicht jedoch den stationär Betreuten zu Gute kommen. Die Union hofft, dass der Koalitionspartner SPD die Ausklammerung stationär untergebrachter Demenzkranker noch überdenken wird. Eine Angehörige, die die Versorgung ihrer pflegebedürftigen Mutter und ihre eigene Berufstätigkeit in Einklang bringen muss, konnte Zylajew beruhigen. Zukünftig wird sie mehr Unterstützung erhalten, da ein gesetzlicher Anspruch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf eine sechsmonatige Pflegezeit vorgesehen ist.
Willi Zylajew, MdB
Northeim/Berlin - Der Abgeordnete verwies darauf, dass zur Sicherstellung der Leistungen bis zum Jahr 2014 die Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,25 Prozent angehoben werden müssen. Im Gegenzug wurden aber bereits zum 1. Januar 2008 die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozent abgesenkt. Damit wurde die Sorge eines Anrufers beantwortet, der eine weitere finanzielle Belastung befürchtete.
Willi Zylajew bewertet die Idee der Hotline als positiv: „Es ist eine hervorragende Gelegenheit für Politiker in Berlin in direkten Kontakt mit Bürgern vor Ort zu treten.“ Aus Sicht der Jungen Union ist das Interesse an der Hotline noch ausbaufähig. „Wir werden auf der Sitzung des Kreisvorstandes im März über Verbesserungen beraten und die Erfahrungen der ersten beiden Hotlines in 2008 dazu nutzen“, gibt Tobias Kreitz, Pressesprecher der JU zu bedenken.
Im Januar reaktivierte die Junge Union im Kreisverband Northeim das Angebot der JU-Hotline. Politikerinnen und Politiker aus verschiedenen Bereichen werden in unregelmäßigen Abständen am Telefon für Fragen und Anregungen, aber auch für Kritik interessierten Bürgern zur Verfügung stehen.

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