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10.03.2014, 11:25 Uhr | tk
Falsches Signal: Rentenpaket schafft neue Ungerechtigkeiten
Rente mit 63 ist ein schwerer Brocken!

Das Rentenpaket der Großen Koalition setzt falsche Signale und schafft neue Ungerechtigkeiten“, kommentiert Dr. Jürgen Fiedler, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Northeim (MIT) die anhaltende Rentendebatte.

„Letzten Endes werden kommende Generationen zur Kasse gebeten, um die rentenpolitischen Versprechen der Regierung zu finanzieren. Das ist nicht nur unfair, sondern angesichts der demografischen Entwicklung auch ein völlig falscher Ansatz.“

Dr. Jürgen Fiedler

Große Sorge bereitet den Unternehmen in Northeim die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. „Die Rente mit 63 ist der schwerste Brocken im Rentenpaket“, beschreibt Fiedler. „Eine Gesellschaft, die immer älter wird und dabei immer fitter bleibt, dreht die Rente mit 67 zurück und schickt gut ausgebildete Arbeitnehmer früher in den Ruhestand. Das ist unverantwortlich, zumal die Unternehmen in Northeim schon heute massive Probleme haben, geeignete Fachkräfte zu finden“, erläutert Fiedler. Dieser Zustand werde sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Die Unternehmen seien auf ältere Arbeitnehmer dringend angewiesen. „Die Rente mit 63 ist ein Schritt in die falsche Richtung“, schlussfolgert Fiedler.

Die MIT Northeim fordert, dass jetzt das Schlimmste verhindert werden müsse. Dazu sei der Kreis der Anspruchsberechtigten der Rente mit 63 streng zu begrenzen. „Wenn die SPD weiterhin auf die Anrechnung von Arbeitslosenzeiten pocht, müssen diese zumindest auf maximal fünf Jahre begrenzt werden. So war es vereinbart“, stellt Fiedler klar. Des Weiteren müsse das Gesetz so ausgestaltet werden, dass Arbeitnehmer nicht mit 61 gekündigt werden können, um dann noch mit zwei weiteren Jahren Arbeitslosengeldbezug die Beitragszeit von 45 Jahren zu erfüllen. „Ansonsten droht eine neue Welle der Frühverrentung“, betont Fiedler.

Weiterhin kritisiert die MIT Northeim, dass die Finanzierung des Rentenpakets nicht langfristig gesichert sei. „Die Finanzierung der Rentenprojekte steht auf tönernen Füßen. Angesichts der wagen Finanzierungsgrundlage dürfte es mittel- bis langfristig zu Beitragserhöhungen, womöglich sogar zu Steuererhöhungen kommen. Dies wäre jedoch für die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber in der Region Northeim ein herber Schlag“, sagt Fiedler.

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