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31.01.2015, 12:57 Uhr | tk
Zum Tode von Altbundespräsident Richard von Weizsäcker erklärt der stellv. CDU-Kreisvorsitzende Torsten Bauer:

Northeim/Uslar. Bundespräsident von Weizsäcker war einer der letzten großen Staatsmänner. Er hat in seinem langen politischen Wirken für die Bundesrepublik Deutschland unserem Land in der Welt zu neuem Ansehen verholfen. Auch für mich persönlich war Richard von Weizsäcker in den 80iger Jahren ein Vorbild als stetiger Mahner unsere Geschichte nicht zu vergessen und dennoch nach vorne zu sehen. Weizsäcker wirkte integrierend und erlangte hohe Anerkennung im Ausland mit seiner Rede vom 8. Mai 1985, in der er den 8. Mai 1945 als „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ bezeichnete. Er trat für ein behutsames Zusammenwachsen von Ost und West ein und mahnte in seiner Rede zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 „Sich zu vereinen, heißt teilen lernen.“

Richard von Weizsäcker

Seit 1954 war Weizsäcker Mitglied der CDU. Von 1966 bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten 1984 war er Mitglied des Bundesvorstandes. 1971 wurde Weizsäcker von Rainer Barzel zum Vorsitzenden der CDU-Grundsatzkommission berufen. Auf dem 22. Bundesparteitag der CDU in Hamburg im November 1973 stellte Weizsäcker die ersten Ergebnisse zweier Jahre Arbeit in der Grundsatzkommission vor und löste damit lebhafte Diskussionen aus. Erst 1978 wurde das neue CDU-Grundsatzprogramm, an dem Weizsäcker und Heiner Geißler federführend beteiligt waren, beschlossen. Mit der Annahme seiner Wahl zum Bundespräsidenten ließ er traditionsgemäß seine Mitgliedschaft in der CDU ruhen und nahm sie auch nach dem Ende seiner Amtszeit nicht wieder wahr. 1969 kandidierte Weizsäcker im Wahlkreis Worms für den Deutschen Bundestag. Er wurde über Platz 2 der rheinland-pfälzischen CDU-Landesliste in den Bundestag gewählt und war bis 1981 Mitglied des Deutschen Bundestages. 1973 wurde er sodann stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Von 1981 bis 1983 war er außerdem CDU-Landesvorsitzender in Berlin. Im November 1983 wurde Weizsäcker zum zweiten Mal als CDU/CSU-Kandidat für das Bundespräsidentenamt benannt und bei der Wahl am 23. Mai 1984 von der Bundesversammlung zum sechsten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am 1. Juli wurde er als Nachfolger von Karl Carstens in diesem Amt vereidigt. Bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten am 23. Mai 1989 wurde Weizsäcker im Amt bestätigt. Es war die bislang einzige Wahl eines Bundespräsidenten, bei der es nur einen Bewerber gab.

Der CDU-Kreisverband Northeim trauert um einen großen Staatsmann und einen großen Menschen. Unser Land sollte einen Moment innehalten und schweigen.

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